b1gMailServer:Administration/E-Mail-Verarbeitung

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Die Seite 'E-Mail-Verarbeitung' enthält Einstellungen zur Verarbeitung von ein- und ausgehenden E-Mails (Einstellungen des Warteschleifen-Dienstes). Hier ist auch der aktuelle Inhalt der Warteschleife einsehbar und administrierbar.

Warning16.png Achtung! Änderungen in den Einstellungen auf dieser Seite erfordern zur Übernahme einen Neustart des Warteschleifendienstes. Dieser kann z.B. über den entsprechenden Button unten auf der Seite (Bereich 'Warteschleife') ausgelöst werden.


E-Mail-Verarbeitung-Seite (Auszug)

Warteschleifen-Einstellungen

Hier werden allgemeine Einstellungen des Warteschleifen-Dienstes festgelegt:

  • Verarbeitungs-Intervall:
    Legt das Intervall fest, in dem die Warteschleife abgearbeitet wird. Da die Warteschleife bei neu eingehenden E-Mails sofort abgearbeitet wird, betrifft diese Einstellung nur E-Mails, bei denen der erste Zustellversuch fehlgeschlagen ist.
  • E-Mail-Zustellversuch-Intervall:
    Legt das minimale Intervall fest, nach dem b1gMailServer eine Neuzustellung einer E-Mail versucht, die zuvor nicht zugestellt werden konnte. Je öfter die Zustellung fehlgeschlagen ist, desto höher wird der Abstand zum nächsten Zustellversuch.
  • Maximale E-Mail-Lebensdauer:
    Konnte eine E-Mail in dieser Anzahl von Tagen nicht zugestellt werden, wird sie verworfen und der Empfänger benachrichtigt.
  • Verarbeitungs-Timeout:
    Dauert ein Zustellversuch länger als die hier eingestellte Anzahl an Sekunden, wird der Versuch abgebrochen und als temporär fehlgeschlagen betrachtet.
  • Threads (initial / maximal):
    Legt den Bereich der Anzahl der Threads des Warteschleifendienstes fest. Die eingestellte Minimal-Anzahl an Threads wird dauerhaft vorgehalten. Der Thread-Pool wird bei Bedarf automatisch bis zur maximalen Anzahl vergrößert. Ein Thread bezeichnet einen gleichzeitigen Zustellversuch. Bei maximal 25 Threads werden also z.B. maximal 25 E-Mails parallel verarbeitet.
  • MySQL-Verbindung:
    Wird hier Bei Inaktivität freigeben gewählt, wird die MySQL-Verbindung des Warteschleifendienstes zur b1gMail-Datenbank automatisch unterbrochen, wenn diese nicht benötigt wird und erst bei Bedarf wieder aufgebaut.
  • Zufällige Queue-ID?
    Falls aktiviert, wird die Identifikationsnummer für Warteschleifen-Einträge nicht fortlaufend, sondern zufällig generiert.
  • Received-Header:
    Wird hier b1gMailServer verstecken ausgewählt, erlaubt der von b1gMailServer eingefügte 'Received'-Header der E-Mail keinen direkten Rückschluss auf die verwendete Mailserver-Software, d.h. auf b1gMailServer.
  • Eigene Header:
    Per Klick auf 'Bearbeiten' wird der Header-Editor aufgerufen. Hier können Sie getrennt für eingehende und ausgehende E-Mails eigene Header definieren, die in die entsprechenden Mails automatisch eingefügt werden.
    Achtung: Verwenden Sie diese Funktion nur, wenn Sie genau wissen, was Sie tun: Inkorrekt formatierte Header können zu fehlerhaften E-Mails führen, die nicht mehr korrekt beim Empfänger dargestellt werden.

Eingehende E-Mails

Hier werden Einstellungen vorgenommen, welche die Verarbeitung eingehender E-Mails betreffen:

  • PHP-Pfad:
    Hier muss der korrekte Pfad zur ausführbaren Datei des PHP-Interpreters (CLI-Version) angegeben werden. Bei inkorrekter Angabe des Pfades können eingehende Mails nicht verarbeitet werden.
  • PHP-Prozesse wiederverwenden?
    Falls aktiviert, wird nicht pro eingehender E-Mail ein PHP-Prozess erstellt und nach Verwendung geschlossen. Stattdessen werden Prozesse nach Verarbeitung der E-Mail nicht geschlossen und bei neu eintreffenden E-Mails wiederverwendet. Auf diese Weise wird die Verarbeitung eingehender E-Mails drastisch beschleunigt und die Systemlast reduziert.
    Wichtig: Wenn diese Option aktiviert ist, muss der Warteschleifendienst nach Änderungen im PHP-Quellcode von b1gMail neu gestartet werden, also z.B. nach Updates/Patches oder nach der Installation neuer Plugins.

Ausgehende E-Mails

Hier wird festgelegt, wie und mit welchen Einstellungen ausgehende E-Mails an den Empfänger zugestellt werden:

  • Verarbeitung:
    Legt die Auslieferungsmethode fest:
    • An Sendmail übergeben übergibt ausgehende E-Mails an ein Sendmail-kompatibles Binary, dessen Pfad in der Einstellung Sendmail-Pfad hinterlegt wurde.
    • An SMTP-Relay-Server übergeben übergibt ausgehende E-Mails an den angegebenen SMTP-Server, der dann die weitere Zustellung übernimmt. Durch Aktivierung der Einstellung Erfordert Authentifizierung? kann b1gMailServer auch angewiesen werden, sich mit den angegebenen Zugangsdaten am SMTP-Relay-Server anzumelden. Diese Methode ist vor allem sinnvoll, wenn b1gMailServer im unternehmensinternen Netzwerk mit einer dynamischen IP-Adresse betrieben wird, da so ausgehende E-Mails an einen Relay-Server mit statischer IP-Adresse (z.B. der Relay-Server des Internet-Providers) übergeben werden können.
    • Mails selbst ausliefern verwendet die b1gMailServer-interne Auslieferungs-Engine, um die E-Mails direkt ohne Umwege dem Empfänger zuzustellen. Diese Einstellung ist empfehlenswert für alle b1gMailServer-Installationen auf Servern mit fester IP-Adresse, also insbesondere auf gemieteten Root-Servern oder Colocation-Servern.
  • Gruppen-Signatur anhängen?
    Falls aktiviert, wird an ausgehende E-Mails die in den Gruppeneinstellungen des Benutzers definierte Signatur angehängt. Dazu wird die per SMTP eingelieferte Mail des Users entsprechend manipuliert.
    Hinweis: Die Gruppen-Signatur wird nicht an intern innerhalb des Dienstes versendete E-Mails angehängt sondern nur an Outbound-E-Mails.
  • Signatur-Trennung:
    Gibt an, durch welche Zeichenkette der E-Mail-Text von der Signatur getrennt wird.

Warteschleife

Hier ist sichtbar, wie viele E-Mails sich gerade in der Warteschleife befinden, wie groß diese insgesamt sind und mit wie vielen parallelen Ausführungssträngen (Threads) der Warteschleifen-Dienst gerade arbeitet.

Im normalen E-Mail-Betrieb ist es in der Regel völlig normal, dass sich E-Mails in der Warteschleife befinden. Der SMTP-Standard sieht vor, dass bei temporären Zustellproblemen (z.B. bei Netzwerk- oder Software-Problemen beim Ziel-Mailserver) die Zustellung von E-Mails periodisch erneut versucht werden. Auch Mechanismen wie Grey-Listing haben zur Folge, dass beim einliefernden Mailserver die E-Mail zeitweilig länger als gewöhnlich in der Warteschleife verbleibt.

Folgende Aktionen sind im Bereich 'Warteschleife' möglich:

  • Anzeigen ruft den Warteschleifen-Browser auf (siehe auch Abschnitt unten).
  • Alle Einträge löschen löscht alle Einträge der Warteschleife unwiderruflich.
  • Alle Einträge abarbeiten bewirkt, dass alle Einträge der Warteschleife abgearbeitet werden, auch wenn diese von b1gMailServer für eine Neuzustellung erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen wurden.
  • Warteschleife neustarten startet den Warteschleifen-Dienst neu. Dies ist z.B. nach Änderung von Einstellungen des Warteschleifen-Dienstes nötig, damit diese übernommen werden.

Warteschleifen-Browser

Warteschleifen-Browser

Im Warteschleifen-Browser (Button 'Anzeigen') ist der aktuelle Inhalt der Warteschleife sichtbar. Die in der Tabelle angezeigten Einträge lassen sich durch das Formular im Bereich 'Filter' beschränken. Hier kann gefiltert werden nach dem Typ des Eintrags (eingehende/ausgehende Mail), nach Datum der Einlieferung oder nach einer Zeichenkette, nach der in den Absender- und Empfänger-Informationen gesucht werden soll.

Für jeden Eintrag lassen sich per Klick auf die entsprechenden Symbole Details anzeigen (Bms show.png), die Nachricht herunterladen (Bms download.png) oder der Eintrag löschen (Delete.png).

Aktionen können auf mehrere Einträge angewandt werden, indem bei den entsprechenden Einträgen links in der Zeile ein Häkchen gesetzt wird und die auszuführende Aktion aus dem Dropdown-Feld unter der Tabelle ausgewählt und dann auf 'Ausführen' geklickt wird.

Details-Ansicht

In den Details zu einem Eintrag sind folgende Informationen verfügbar:

  • ID / Typ:
    Interne Identifikationsnummer (ID) des Eintrags (im Dezimal- und Hex-Format) sowie Typ der E-Mail (eingehend/ausgehend).
  • Datum:
    Datum und Zeitpunkt, an dem die Einlieferung erfolgte.
  • Größe:
    Größe der Nachricht.
  • Von:
    Absender der E-Mail (Return-Path aus MAIL-FROM-Kommando).
  • An:
    Empfänger der E-Mail (Forward-Path auf RCPT-TO-Kommando).
  • Zustell-Versuch(e):
    Zeigt an, wie häufig schon versucht wurde, diese E-Mail zuzustellen.
  • Letzter Zustell-Versuch:
    Datum und Zeitpunkt des letzten Zustellversuchs der Nachricht sowie Angabe des Grundes, warum die Zustellung fehlschlug.
  • Eingeliefert für:
    Falls die E-Mail aus dem b1gMail-Web-Interface stammt, wird hier angezeigt, welcher b1gMail-Benutzer diese versendet hat.
  • SMTP-User:
    Falls die E-Mail in einer authentifizierten SMTP-Sitzung eingeliefert wurde, wird hier angezeigt, welcher b1gMail-Benutzer sich authentifiziert hat.

Als Komfort-Funktion ist es möglich, alle Einträge löschen zu lassen, die einem bestimmten Kriterium entsprechen. Dazu wird der Radio-Button vor dem Kritierium aktiviert und auf 'Alle Einträge mit gewähltem Attribut löschen' geklickt. Diese Funktion ist vor allem nützlich, wenn z.B. unerlaubt Massen-E-Mails eingeliefert wurden. Wählt man z.B. den Radio-Button vor Von: user@domain.xy aus und klickt auf 'Alle Einträge mit gewähltem Attribut löschen', werden alle Einträge aus der Warteschleife gelöscht, die den Absender user@domain.xy haben.

Unter 'Kopfzeilen' können per Klick auf 'Anzeigen' die Kopfzeilen (Header) der E-Mail direkt angezeigt werden. Dies ist vor allem zur Diagnose hilfreich. Diese Funktion steht nur zur Verfügung, wenn der Warteschleifendienst gestartet ist.

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